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Babytragen - warum es für uns von Anfang an selbstverständlich war


Schon in der Schwangerschaft mit unserer ersten Tochter war für uns klar: Wir kaufen keinen Kinderwagen. Diese Entscheidung fühlte sich nicht wie eine bewusste Abwägung an, sondern wie etwas ganz Selbstverständliches. Es war einfach klar.


Natürlich kamen von außen viele Stimmen. Vor allem aus der Familie.


„Man braucht doch einen Kinderwagen.“

„Wie soll das ohne gehen?“

„Das hält doch niemand lange durch.“


Aber wir wollten es genau so. Also kauften wir ein Tragetuch und eine Trage. Und waren voller Vorfreude auf das, was kommt.


Der Anfang war alles andere als perfekt


Das erste Mal Tragen war ehrlich gesagt chaotisch. Unsere Tochter war definitiv nicht optimal eingebunden, wir waren unsicher und brauchten Zeit. Aber irgendetwas war da. Dieses Gefühl von Nähe, von Verbundenheit. Und ab diesem Moment wuchs sie. Unsere Trageliebe.


Die ersten acht Monate haben wir ausschließlich getragen. Mama und Papa gleichermaßen. Wir haben es geliebt. Dieses Wissen, unser Baby ganz nah bei uns zu haben, ihren Atem zu spüren, ihre Ruhe zu erleben.



Der Buggy, der im Urlaub in der Ecke stand


Für einen Urlaub kauften wir irgendwann doch einen Buggy. Wir dachten, vielleicht ist es dort praktischer. Vielleicht kann sie besser schauen. Vielleicht tut es uns auch mal gut. Turns out: Der Buggy stand den kompletten Urlaub über in der Ecke. Wir haben lieber getragen. Es fühlte sich einfach richtiger an. Und so trugen wir auch weit über das zweite Lebensjahr hinaus.


Tragen im Alltag und mitten im Leben


Während meiner zweiten Schwangerschaft trug ich unsere große Tochter oft auf dem Rücken. Zum Beispiel auf dem Volksfest. Damit sie nicht zwischen den Beinen der Erwachsenen untergeht. Ich habe mich oft gefragt, wie sich das wohl anfühlen muss für ein Kind. Zwischen Füßen zu laufen, niemand sieht einen, man selbst sieht auch nichts. Auf dem Rücken war sie sicher, konnte alles beobachten und war mitten im Geschehen.


Trageberatung zwischen Schwangerschaft und Alltag


Während meiner zweiten Schwangerschaft machte ich meine Weiterbildung zur Trageberaterin. Zwischen Hyperemesis und Familienalltag lernte ich weiter, vertiefte mein Wissen und spürte immer deutlicher, dass Tragen nicht nur privat, sondern auch beruflich ein Teil von mir ist. Als unsere zweite Tochter geboren wurde, bekam die Große eine Puppentrage geschenkt. So trugen wir unser Baby. Und sie ihre Kuscheltiere.


Auch unsere zweite Tochter trugen wir ausschließlich. Die erste Fahrt im Buggy hatte sie mit zwölf Monaten. Sie hat nur geweint. Danach trugen wir wieder weiter. Heute ist sie zwei Jahre alt und kann selbst sagen, wenn sie in die Trage möchte. Und glaub mir, das macht sie mehrmals am Tag.


Tragen ist für mich pure Alltagserleichterung


Babytragen bedeutet für mich Freiheit. Kein Extra-Zeitpuffer für Aufzüge in der U-Bahn. Kein Stress auf engen Wegen. Ich war mit Kind in der Trage bei Arztterminen, beim Blutabnehmen, im Alltag, mitten im Leben. Mit der Trage ist einfach alles möglich. Und vor allem fühlt es sich für mich richtig an.


Warum ich heute Trageberaterin in Nürnberg bin


Diese Liebe fürs Tragen möchte ich weitergeben. An andere Familien. Nicht dogmatisch. Nicht mit erhobenem Zeigefinger. Sondern individuell, bindungsorientiert und alltagstauglich. Jede Familie ist anders. Jedes Baby auch. Und genau deshalb ist eine gute Trageberatung so wertvoll.


Wenn du spürst, dass Tragen für dich mehr sein darf als „irgendwie geht es schon“, dann begleite ich dich gerne. In meiner Trageberatung in Nürnberg schauen wir gemeinsam, was zu euch passt. Zu eurem Baby. Zu eurem Alltag. Zu eurem Körper.


Damit Tragen sich nicht anstrengend anfühlt, sondern leicht. Sicher. Und genau richtig für euch.

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